Die KI ist zuhause angekommen
Forum Smart Home – 26. Februar 2026
Der KI-Trend ist längst auch im intelligenten Wohnen angekommen. Doch wo Algorithmen Komfort optimieren, brauchen sie Daten. Davon liefert ein Smart Home zwar reichlich, aber die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob KI das Zuhause smarter macht, sondern wie der Schutz sensibler Nutzerdaten mit dem gewonnenen Mehrwert Schritt hält.
Warum scheitern Smart-Home-Projekte? Mit dieser provokanten Frage eröffnete Jürg Keller von der GDAS AG seinen Vortrag. Die ernüchternde Antwort: nicht an der Vision, nicht an der Technologie, sondern am Fundament – am Gebäudenetzwerk. Dieses ist die häufigste Ursache für Nachbesserungen und Systemausfälle. Die Lösung liegt in einer langlebigen Bustechnologie: KNX. Die nächste Evolutionsstufe ist auch schon gezündet. Der Weg führt von regelbasierter Automatisierung hin zum selbstlernenden Gebäude mit KI-Systemen.
Die Verbindung von Smart Home und KI stand auch im Mittelpunkt des Vortrags von Christian Schnider von Smarthub. Die KI verspricht das Smart Home intuitiver, effizienter und komfortabler zu machen. Der Wandel lässt sich treffend zusammenfassen: vom stummen Befehlsempfänger zum mitdenkenden Partner.
Katrin Blattner-Kempin von der SCS AG schärfte den Blick mit der Frage: Wie klug ist ein Smart Home wirklich? Ihr Überblick beleuchtete den Stand der Technik: welche lernenden Systeme und Szenarien bereits alltagstauglich sind, wo technische Hürden den Fortschritt bremsen und welche Rolle KI künftig in der Planung übernehmen kann.
Moderne Smart Homes erfassen viele sensible Daten. Man erkauft sich den Komfort also mit einem gewissen Risiko. Olivier Steiger, HSLU, stellte die Schwachstellen vernetzter Gebäude vor und präsentierte Schutzmassnahmen. Ernst Grassmann von Braintop ergänzte diese Präsentation, indem er aufzeigte, wie sich Angriffsflächen durch saubere Netzwerkarchitektur, Segmentierung, Verschlüsselung, sichere Standards und regelmässige Updates reduzieren lassen.
Der Spagat zwischen Komfort und Sicherheit bleibt anspruchsvoll, doch das Forum Smart Home lieferte eine eindrückliche Antwort: Vernetzte Gebäude mit intelligenten Systemen lassen sich trotz realer Risiken sicher, effizient und zukunftsfähig realisieren.