Science Brunch 42
17. November 2026 – Zürich
Am kommenden Science Brunch wird das Thema diskutiert, ob von Stromnetzen emittierte Magnetfelder bei Kindern Leukämie verursachen können.
Die erste Studie, die niederfrequente Magnetfelder mit Krebserkrankungen bei Kindern in Verbindung brachte, wurde bereits 1979 veröffentlicht. Seither wurden unzählige weitere Studien durchgeführt, die das Risiko für Leukämie bei Kindern untersuchten, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen leben. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben niederfrequente Magnetfelder als möglicherweise krebserregend für den Menschen eingestuft.
Andererseits konnten experimentelle Studien an Tieren ein erhöhtes Leukämierisiko bis heute nicht überzeugend bestätigen. Zudem wurden bisher keine plausiblen biophysikalischen Mechanismen für eine solche Wirkung identifiziert. Wie kann man dieses Risiko angesichts der wissenschaftlichen Unsicherheiten einordnen? Ist in den nächsten Jahren eine wissenschaftliche Klärung zu erwarten?