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Electrosuisse
Energienetze

Den Netzzustand kennen

Powertage – 16. bis 18. Juni 2026

24.06.2026
Bild: Radomír Novotný
Gian Paolo Lardi stellte das alpine Projekt Madrisa Solar oberhalb von Klosters vor. | Bild: Radomír Novotný

Radomír Novotný

ist Chefredaktor des Bulletin.ch.

  • Electrosuisse
    8320 Fehraltorf
  • E-Mail

Die alle zwei Jahre in der Messe Zürich durchgeführten Powertage spielen in der Branche eine wichtige Rolle, einerseits mit der Ausstellung, aber auch wegen den Fachforen und Netzwerkmöglichkeiten. Ein Höhepunkt ist die von Electrosuisse veranstaltete Powerparty.

Am Mittwochsforum standen zwei Vorträge im Fokus: Dieter Maurer von IBC stellte Erfahrungen aus einem Projekt vor, das für Transparenz in der Netzebene 7 sorgt. Dies wird mit intelligenten Sicherungen erreicht, die gleich gross wie konventionelle Sicherungen sind, aber gleichzeitig diverse Grössen wie Strom, Flussrichtung und Harmonische messen können. Via einem Gateway und Zigbee Pro werden die Daten an die Leitstelle übertragen. Auf der dort installierten Plattform können die Operatoren mit einem Klick auf eine Station die gewünschten Werte aufrufen und beispielsweise Spannungsbandverletzungen schnell erkennen. Heute sind rund 100 Stationen bereits damit ausgerüstet.

Dann stellte Gian Paolo Lardi, Geschäftsführer von Madrisa Solar das alpine Solarprojekt vor und erläuterte, wieso nur ein Bruchteil der geplanten alpinen PV-Anlagen realisiert wird. Repower hat rund 50 Standorte geprüft, zwei Bewilligungen erhalten und schliesslich ein einziges Projekt für rund 70 Mio CHF umgesetzt. Herausfordernd sind die Kosten, aber auch die alpinen Anforderungen an die Stützen, die wegen den starken Winden hohe Kräfte aushalten müssen. Erfreulich ist, dass der durch die Solaranlagen produzierte Winteranteil etwa gleich gross wie der Sommeranteil ist – bei deutlich weniger Sonnenstunden.

Die Powertage waren ein guter Spiegel der aktuellen Situation der Energiebranche, auch wegen den ausgestellten Produkten, bei denen Software-Lösungen deutlich präsenter waren als früher. Ein Hinweis, dass die Energiewende ohne Digitalisierung kaum möglich sein wird.

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