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Was es für gutes Licht braucht

Swiss Lighting Forum – 29. Januar 2026

03.02.2026
Bild: Radomír Novotný

Juan Ferrari stellte die Möglichkeiten der KI in der Lichtplanung vor. | Bild: Radomír Novotný

Radomír Novotný

ist Chefredaktor des Bulletin.ch.

  • Electrosuisse
    8320 Fehraltorf
  • E-Mail

Wurde das Forum mit dem Ziel gegründet, die LED in der Beleuchtungstechnik zu etablieren, so ist dieses Ziel erreicht. Nun gehen die Entwicklungen ausserhalb der LED-Welt weiter – hauptsächlich in der IT: Die KI zieht auch in die Lichtplanung ein. Wie dies konkret geschieht, erläuterte Juan Ferrari von Hoare Lea. Er ging auf diverse Arten der KI wie Deep Learning, Generative AI usw. ein und erläuterte, wie die KI für Visualisierungen eingesetzt werden kann. Auch das Potenzial für Effizienzsteigerungen im Datenbereich sei enorm.

Ein weiteres wichtiges Thema war die subjektive Wahrnehmung des Lichts und wie sich diese im Alter verändert. Das im Vortrag von Christoph Schiers erwähnte Phänomen des altersabhängigen Transmissionsgrades des Auges, die kontinuierliche Verfärbung der Linse, kam auch in der Präsentation von Gisela Spiegel von Szblind vor, die den Einfluss der Blendung auf Menschen mit Sehbeeinträchtigung erläuterte. Letztere kann eine immense Herausforderung sein. Für Blendung im Alter gibt es mehrere Gründe: Die Linse trübt sich, in der Netzhaut werden die Rezeptoren gestört und die Pupillenmuskulatur wird schwächer. 

David Kretzer vom Bafu erläuterte, wie sich Lichtemissionen reduzieren lassen. Er plädierte dafür, dass solche Fragen bereits in der Ausbildung von Lichtplanern behandelt werden. Auf unterhaltsame Weise behandelte Prof. Tran Quoc Khanh die Blendung und Lichtimmission bei Aussenlichtanlagen. Er unterschied zwischen psychologischer Blendung, die Unbehagen erzeugt, und physiologischer, die die Sichtbarkeit beeinträchtigt. Ein Problem sei, dass sich die Beurteilung in der Praxis nicht an besonders empfindlichen Menschen orientiere, sondern an der Durchschnittsperson.

Das Fazit des Forums: Es reicht nicht, sich auf die Technik zu verlassen. Lichtplaner sollen sich Zeit nehmen, um die Situation vor Ort in der Nacht kennenzulernen. Nur so können die Lichtbedürfnisse erkannt und das visuelle Optimum erreicht werden.

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