«Nicht ob, sondern wie»
E-Mobile Verkehrsforum – 24. September 2026
Besser als mit dem «Nicht ob, sondern wie» der Moderatorin Alexandra Märki hätte man dieses Forum nicht auf den Punkt bringen können. Die Elektromobilität ist nicht nur im Privaten in Fahrt gekommen, sondern nun auch beim Schwerverkehr und im ÖV, wie man erfahren durfte.
Den Auftakt machte Jochen Mähliss vom VDE mit einem Blick hinter die Kulissen von Chinas Elektroauto-Offensive. Weil der chinesische Markt für E-Fahrzeuge übersättigt ist, wird verstärkt exportiert. Und da die USA den Import chinesischer Fahrzeuge blockiert, konzentrieren sich die fernöstlichen Hersteller auf den europäischen Markt und üben hier Druck auf Autohersteller aus.
«Oft wird der EU-Batteriepass als Beipackzettel betrachtet, obwohl er bei richtiger Nutzung einen Mehrwert generieren kann», so Peter Krummenacher von Bloqsens. Beispielsweise kann er den Gesundheitszustand für Occassionsbatterien nachweisen oder neue Geschäftsmodelle wie Battery-as-a-Service bei V2G ermöglichen.
In den Themenblöcken Smart Charging, E-Spezialfahrzeuge, E-Strassengüterverkehr und Innovation wurden Praxiserfahrungen und konkrete Herausforderungen behandelt und neue Lösungsansätze vorgestellt. Die Praxis zeigt, dass die Fahrzeuge heute bereits erhältlich sind, aber dass die Ladeinfrastruktur für hohe Ladeleistungen der Flaschenhals ist, der intelligent konzipiert werden muss, damit die erforderliche Leistung zur richtigen Zeit bezogen werden kann. Bei den Innovationen wurde ein neuartiger Energietransfer für Busse vorgestellt, der induktiv über die Räder lädt, eine fahrplanbasierte Bedarfsprognose, die die Lücke zwischen Energieversorger und Logistik schliesst, sowie eine Hochvolt-Schnittstelle, die den Energietransfer zwischen Zugfahrzeug und Auflieger ermöglicht. Mit diesen Themen machte das Forum klar, dass bei der Elektrifizierung des Schwerverkehrs noch einiges in Bewegung bleibt.