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ICT

Die Gewinner des W.A. de Vigier Awards 2026

Die gesamte Preissumme erreichte CHF 700'000

Fünf junge Unternehmer wurden am 10. Juni 2026 mit dem W.A. de Vigier Award im Wert von je CHF 120’000 ausgezeichnet. Aus mehr als 200 Bewerbungen ausgewählt, wurden sie an der jährlichen Preisverleihung in Solothurn für ihre Innovationskraft, ihren unternehmerischen Antrieb und ihr Potenzial zu nachhaltigem Impact geehrt.

16.06.2026
Bild: Florian Biedermann
Seoho Jung von Chiral Nano AG, Dübendorf, überzeugte mit Halbleitern der nächsten Generation. | Bild: Florian Biedermann

Dies sind die fünf Gewinner und deren Startups (in alphabetischer Reihenfolge):

Gwenael Hannema, OrthoSens SA, Biel: Sensoren zur Überwachung des Heilungsverlaufs nach orthopädischen Eingriffen 

Der Genesungsprozess nach orthopädischen Operationen wird oft nur durch gelegentliche Röntgenaufnahmen und Patientenberichte begleitet – Komplikationen werden so oft zu spät erkannt. OrthoSens verwandelt Standard-Implantate in vernetzte Geräte, die die Heilung in Echtzeit messen. Ein winziger, batterieloser Sensor im Implantat wird durch ein externes Wearable mit Strom versorgt und überträgt Daten zu Belastung, Mikrobewegungsrisiko und Knochenintegration direkt an die SensApp. 

Seoho Jung, Chiral Nano AG, Dübendorf (ZH): Halbleiter der nächsten Generation auf Basis von Nanomaterialien

Die Halbleiterindustrie stösst an die physikalischen Grenzen des Siliziums – während der Bedarf an Rechenleistung weiter steigt. Nanomaterialien wie Kohlenstoffnanoröhren versprechen schnellere und energieeffizientere Transistoren, doch bestehende Herstellungsverfahren lassen sich nicht auf industrielle Fertigung skalieren. Chiral Nano entwickelt Anlagen, die Nanomaterialien mit hoher Präzision in Chips integrieren. Das patentierte Verfahren züchtet hochwertige Nanomaterialien, selektiert die besten Strukturen mithilfe automatisierter Mikroskopie und KI und überträgt sie robotergestützt auf Wafer. 

Giancarlo Mattiello, Cria Technologies SA, Plan-les-Ouates: Hochvakuumbehälter für den zuverlässigen Transport sensibler biologischer Materialien

Moderne Therapien wie Zell- und Genbehandlungen oder IVF-Proben erfordern während des Transports äusserst stabile Temperaturbedingungen. Viele Sendungen setzen jedoch noch immer auf Trockeneis. Dieses ist schwierig zu handhaben und anfällig für Temperaturschwankungen, die wertvolle Therapien gefährden können. Crìa Technologies entwickelt hochvakuumisolierte Behälter, die den Wärmeübergang drastisch reduzieren. Das erste Produkt, Crìa Go, lässt sich über die Schulter tragen, darf in der Kabine mitfliegen und funktioniert mit wiederverwendbaren Kühlakkus statt Trockeneis. Diese Lösung ist zuverlässig wie ein Kryobehälter, aber einfach genug für den Versand via normalen Kurierdienst.

Robert Schreiber, Alpinasana AG, Zürich: Mangelernährung frühzeitig erkennen und gezielt behandeln

Mangelernährung ist ein weit verbreitetes, aber oft unterschätztes Problem: Bis zu 30 % der Spitalpatienten und mehr als die Hälfte aller älteren Menschen sind betroffen – mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen und hohen Kosten für das Gesundheitssystem. Alpinasana begegnet dieser Herausforderung mit einem kombinierten Ansatz aus digitaler Technologie und Ernährungsmedizin. Ein KI-basiertes System analysiert Mahlzeiten in Spitälern und erkennt frühzeitig, welche Patient:innen gefährdet sind. Diese erhalten dann speziell entwickelte medizinische Ernährungsprodukte, die durch guten Geschmack und Abwechslung zur regelmässigen Einnahme animieren. So will Alpinasana die Versorgung verbessern und gleichzeitig Gesundheitskosten senken.

Arthur Sebesteny, Dental Robotics GmbH, Gossliwil: Tragbares System für präventive Zahnpflege überall

Mundkrankheiten betreffen weltweit mehr als 3,5 Milliarden Menschen und stehen in Zusammenhang mit ernsthaften chronischen Erkrankungen – dennoch ist präventive Zahnpflege oft schwer zugänglich. Viele Patienten meiden regelmässige Besuche wegen langer Anfahrten, Wartezeiten oder der Hemmschwelle vor klinischen Umgebungen. Dental Robotics entwickelt ein ultraportables 3-in-1-Dentalgerät mit digitaler Plattform, das professionelle Behandlungen ausserhalb traditioneller Praxen ermöglicht – zu Hause, am Arbeitsplatz oder in Pflegeeinrichtungen. Ziel ist es, den Zugang zur Zahnpflege zu verbessern und langfristig die Mundgesundheit zu stärken.

Folgende fünf Finalisten erhielten je einen Anerkennungspreis von CHF 20’000: 80SBio AG (CEO Arka Banerjee), Iron Energy AG (CEO Samuel Heiniger), Windworks SA (CEO Sébastien Le Fouest), UpGrid AG (CEO Hagen Lihl), Qendra AG (CEO Martin Stadler).
 

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